Österreichs budgetäre Lage ist angespannt wie lange nicht. Defizitdebatten, Sparzwänge und die Frage nach der Zukunft des Sozialstaats prägen aktuell Politik und Öffentlichkeit. Genau hier setzte die letzte Impuls- und Talkveranstaltung des Forum Humanismus Wilhering im Jahr 2025 an – mit einem bewussten Fokus auf einen der größten Budgetposten des Staates und einer ebenso unbequemen wie notwendigen Leitfrage:
Kann es mit weniger Geld mehr Gemeinsamkeit und mehr Gerechtigkeit geben – oder ist das eine Illusion?
Im Benediktsaal des Stiftes Wilhering lieferte Jurist sowie Sozial- und Wirtschaftsexperte Erhard Prugger den inhaltlichen Auftakt. Auf Basis seines Buches „Sozialfall Sozialstaat. Was jetzt zu tun ist“ analysierte er die strukturellen Schwächen des bestehenden Systems und skizzierte Reformnotwendigkeiten jenseits tagespolitischer Schlagworte.
In der anschließenden Talkrunde trafen unterschiedliche Lebens- und Berufswelten bewusst aufeinander:
Gemeinsam mit Erhard Prugger diskutierten Kabarettist Florian Scheuba, Sandra Brandstetter (Managing Director HR der Energie AG), Profifußballerin Leonie Schmidle sowie Abt Reinhold Dessl vom Stift Wilhering.
Unsere Impulsgeber
© LASK
Vielen Dank an unsere Mentoren:
Die Diskussion zeigte schnell: Einfache Antworten gibt es nicht. Aber klare Positionen, unterschiedliche Blickwinkel und auch Reibung. Zwischen ökonomischer Realität, sozialer Verantwortung, individueller Leistung und gesellschaftlichem Zusammenhalt wurde deutlich, wie komplex die Frage nach einem zukunftsfähigen Sozialstaat tatsächlich ist.
Der Abend brachte keine fertigen Lösungen – das war auch nicht sein Anspruch. Doch ganz im Sinne des Dreisatzes unseres Forum Humanismus Wilhering
„Sichtweisen gewinnen, Brücken bauen, Zukunft gestalten“
lieferte die Veranstaltung wertvolle Denkanstöße, neue Perspektiven und den Mut, unbequeme Fragen offen zu diskutieren.